Welche Schritte muss ich für einen guten Espresso beachten?
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Welche Schritte muss ich für einen guten Espresso beachten?
Vermeiden Sie sauren, bitteren oder wässrigen Espresso und lernen Sie die einfachen Schritte, um Kontrolle, Ausgewogenheit und einen gleichbleibenden Geschmack zu gewährleisten.
Einen guten Espresso zuzubereiten, scheint manchmal ganz einfach: Man drückt einfach einen Knopf, und fertig. Doch fast jeder Hobby-Barista oder Gastronomieangestellte kennt das gleiche Problem:
Ein Espresso schmeckt perfekt, der nächste sauer, bitter oder wässrig – ohne dass man bewusst etwas daran ändert.
Denn ein guter Espresso ist kein Zufall . Er ist das Ergebnis einer Reihe von aufeinander abgestimmten Schritten, die zusammen für Geschmack, Ausgewogenheit und gleichbleibende Qualität sorgen. In diesem Blogbeitrag führe ich Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.
Schritt 1 – Beginnen Sie mit der richtigen Dosierung (Zermahlen).
Die Grundlage jedes guten Espressos liegt in der Menge des verwendeten Kaffees .*
- Einfacher Espresso: ± 10 Gramm gemahlener Kaffee
- Doppelter Espresso: ca. 18 Gramm gemahlener Kaffee
Verwenden Sie immer den richtigen Filterkorb :
- Kleiner Filterkorb → einfacher Espresso
- Großer Filterkorb → doppelter Espresso
Eine zu geringe oder zu große Menge Kaffeepulver im Filterkorb stört sofort den Extraktionsprozess.
Die richtige Kaffeemenge kann je nach Marke und Durchmesser Ihres Filterkorbs variieren. Mehr dazu erfahren Sie im Blogbeitrag „Wie viele Gramm Kaffee brauche ich in meinem Filterkorb?“
Schritt 2 – Wiegen Sie Ihren Kaffee immer ab (Konsistenz).
Dieser Schritt wird oft übersprungen, ist aber unerlässlich.
Wenn Sie Ihr Kaffeepulver abwiegen , verwenden Sie jedes Mal genau die gleiche Menge. Stellen Sie es sich wie die Zubereitung von Limonade vor:
- das gleiche Glas
- die gleiche Wassermenge
- die gleiche Menge Sirup
Nur so erhalten Sie jedes Mal den gleichen Geschmack.
In diesem Fall ist Ihr gemahlener Kaffee der „Sirup“. Ihn nicht abzuwiegen bedeutet, zu raten – und Raten bedeutet uneinheitliche Espressi.
Schritt 3 – Filterhalter korrekt platzieren
Nach dem Mahlen und Dosieren den Filterhalter fest in die Brühgruppe der Espressomaschine einsetzen.
Stellen Sie sicher, dass es ordnungsgemäß befestigt ist, bevor Sie mit dem Brühen beginnen, damit kein Druck verloren geht.
Schritt 4 – Überprüfen Sie die Ausgabemenge (Wassermenge).
Die Ausbeute entspricht der Wassermenge, die durch das Kaffeepulver fließt. Genau wie die Dosierung sollte auch diese Menge jedes Mal gleich sein .
Dies lässt sich messen mit:
- ein Schnapsglas
- eine Skala
- und durch Programmieren der Wasserknöpfe an Ihrer Maschine
Schritt 5 – Richtlinien für die korrekte Ausgabe
Nutzen Sie diese Standardrichtlinien als Ausgangspunkt:
- Einfacher Espresso: ± 30 ml
- Doppelter Espresso: ± 60 ml
Diese Volumina gewährleisten eine ausgewogene Extraktion, vorausgesetzt, Mahlgrad und Durchflusszeit sind korrekt.
Schritt 6 – Die Brühzeit: der Schlüssel zu einem guten Espresso
Dies ist die dritte goldene Regel für gleichbleibend guten Espresso.
Beginnen Sie mit dem Zählen , sobald das Wasser zu laufen beginnt .
-
Ideale Vorlaufzeit: 25–30 Sekunden
(Beispiel: 18 Gramm rein → 60 ml raus)
Was bedeutet eine unregelmäßige Zeitangabe?
-
Weniger als 25 Sekunden
→ Mahlgrad ist zu grob
→ je feiner dein Mahlgrad ist
→ Das Wasser fließt langsamer
→ Die Lieferzeit verlängert sich -
Länger als 30 Sekunden
→ Mahlgrad ist zu fein
→ Mahlgrad gröber einstellen
→ Das Wasser fließt schneller
→ Die Lieferzeit verkürzt sich
Verändern Sie immer nur eine Variable gleichzeitig : die Mahlgröße.
Um zu wissen Wie stelle ich meine Espressomaschine oder Kaffeemühle richtig ein? Schauen Sie sich die digitale Checkliste für Ihre Marke an!
Fazit: So bereitet man jeden Tag einen guten Espresso zu.
Bei einem guten Espresso kommt es auf Kontrolle und Wiederholung an:
- Richtige Dosierung
- Immer wiegen
- Korrekte Platzierung des Filterhalters
- Feste Ausgabe
- Korrektes Verhältnis
- Dauer zwischen 25 und 30 Sekunden
Wenn Sie diese Schritte beherrschen, gehören „Glücksschüsse“ der Vergangenheit an – Sie werden jeden Tag gleichbleibend geschmackvollen Espresso zubereiten .
☕ Häufig gestellte Fragen zur Espresso-Extraktion
1. Warum schmeckt mein Espresso manchmal gut und manchmal sauer oder bitter?
Dies liegt fast immer an einer Inkonsistenz in einem dieser drei Faktoren:
- Dosierung (Wie viele Gramm Kaffee verwenden Sie?)
- Ausstoß (Wie viele ml oder Gramm Espresso werden ausgegeben?)
- Bearbeitungszeit (Wie lange dauert die Extraktion?)
Wenn sich eine dieser drei Eigenschaften ändert, ändert sich auch die Extraktion – und damit der Geschmack.
Espresso ist Physik unter Druck. Kleinste Abweichungen führen sofort zu unterschiedlichen Ergebnissen.
2. Muss ich mein gemahlenes Kaffeepulver wirklich jedes Mal abwiegen?
Ja.
Ohne Abwiegen weiß man nicht, ob man 16, 17 oder 19 Gramm verwendet. Das mag nicht viel erscheinen, aber bei Espresso macht das einen enormen Unterschied.
Änderungen bei einer Abweichung von 1 Gramm:
- der Widerstand im Filterkorb
- die Vorlaufzeit
- die Geschmacksbalance
Wiegen ist kein Perfektionismus. Es ist Kontrolle.
3. Was ist wichtiger: das Messen der Milliliter oder das Wiegen der herauskommenden Menge?
Genauer ist es, das Herauskommende zu wiegen.
Warum?
Milliliter messen das Volumen. Espresso enthält jedoch Crema (Luft). Das beeinflusst das Volumen.
Eine Waage misst die Masse (in Gramm).
Das ist objektiver und konsequenter.
Faustregel für Anfänger:
- 18 Gramm rein → etwa 36 bis 40 Gramm raus (Verhältnis 1:2)
In Ihrem Blog verwenden Sie 60 ml als Richtwert für einen doppelten Espresso – das ist ein guter Ausgangspunkt, solange Sie dabei bleiben.
4. Meine Durchflusszeit ist gut (25–30 Sekunden), aber der Geschmack stimmt nicht. Was soll ich tun?
Dann liegt es wahrscheinlich nicht an Ihrem Mahlgrad, sondern an Folgendem:
- Die Frische Ihrer Bohnen
- Die Brandung (hell vs. dunkel)
- Das Verhältnis zwischen Einlass und Auslass
- Oder Ihre Verdichtung (Druck und Verteilung)
Die Vorlaufzeit ist ein Richtwert, kein unumstößliches Ziel.
Der Geschmack bleibt stets das letzte Kriterium.
5. Wann sollte ich den Mahlgrad anpassen?
Immer dann, wenn Ihre Vorlaufzeit von 25–30 Sekunden abweicht.
-
Zu schnell (<25 Sek.) → feiner mahlen
-
Zu langsam (>30 Sek.) → gröber mahlen.
Wichtig:
Verändern Sie immer nur eine Variable gleichzeitig.
Ändern Sie weder die Dosierung noch den Mahlgrad.
6. Was passiert, wenn ich mehr Kaffeepulver verwende, als mein Filterkorb fassen kann?
Dann erhält man:
- Schlechter Durchfluss
- Kanalbildung (Wasser sucht sich einen Weg)
- Unregelmäßige Extraktion
- Bittere oder säuerliche Geschmacksrichtungen
Ihr Filterkorb hat eine maximale Kapazität.
Dies zu respektieren ist für das Gleichgewicht von entscheidender Bedeutung.
7. Kann ich diese Schritt-für-Schritt-Anleitung auch für Sage, ECM, Rocket oder Rancilio verwenden?
Ja.
Das Extraktionsprinzip ist universell:
- Dosierung
- Ausgabe
- Lieferzeit
- Schleifgrad
Ob Sie mit einem Thermoblock (wie bei vielen Sage-Modellen) oder einem Boiler (wie bei ECM oder Rocket) arbeiten, die physikalischen Gesetze bleiben dieselben.
Die Vorgehensweise variiert je nach Marke – die Grundprinzipien bleiben jedoch gleich.
8. Wie schaffe ich es am schnellsten, jeden Tag einen gleichbleibenden Espresso zuzubereiten?
Halten Sie sich immer an dieselbe Reihenfolge:
- Richtig dosieren
- Wiegen
- Richtig platzieren
- Messausgabe
- Prüfen Sie die Zeit
- Stellen Sie nur die Mahlgröße ein.
Konstanz entsteht durch die Wiederholung exakt derselben Schritte.
9. Woran erkenne ich, ob mein Espresso unter- oder überextrahiert ist?
Unterextraktion (zu schnell, zu sauer):
- Leicht sauer
- Dünnes Mundgefühl
- Schmeckt „leer“
Überextraktion (zu langsam, zu bitter):
- Bitter
- Trockener Nachgeschmack
- Zusammenziehendes Gefühl
Der Geschmack ist Ihr Diagnoseinstrument.
10. Wie kann ich mir einen schnellen und konkreten Überblick über alle Schritte in diesem Blog verschaffen?
Sie möchten nicht jedes Mal den gesamten Blog lesen, wenn Sie an Ihrem Computer sitzen?
Dann ist eine markenspezifische Checkliste zur Espresso-Anpassung die schnellste Lösung.
Pro Marke (wie z. B. Sage, ECM, Rocket oder Rancilio) finden Sie:
- Genaue Dosierungsrichtlinien
- Produktionskennzahlen
- Zeitsteuerung
- Einstellung des Betonschleifgrades
- Praktischer Überblick über die einzelnen Schritte in logischer Reihenfolge
Das bedeutet, dass Sie nicht raten müssen, sondern mit einem klaren, nachvollziehbaren System arbeiten.
👉Die digitale Checkliste zur Espresso-Anpassung für Ihre Marke finden Sie im Shop.






